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Mythen und Fakten: Selbstfahrende Autos

Vor dem Hintergrund einer absehbaren Zukunft mit fahrerlosen Autos will Hitachi hier im Bereich Mythen und Fakten helfen, drei der Haupt-Mythen über diese Fahrzeuge aufzuklären

Selbstfahrende Autos zählen unbestreitbar zu den aufregendsten Technologien, die heutzutage entwickelt werden, mit dem Potenzial, den persönlichen Transport zu revolutionieren und Umweltprobleme anzugehen.

Technologieunternehmen übertreffen sich gegenseitig, um die ersten zu sein, die ein marktfähiges Fahrzeug herstellen, aber warum sind so viele Verbraucher so zögerlich, die Kontrolle über das Lenkrad abzugeben?

Die Antwort kann in einer Vielzahl von Mythen über autonome Fahrzeuge gefunden werden.

Hier sind die Top 3 der Mythen über selbstfahrende Autos:

1. Fahrerlose Autos sind unsicher und erfordern, dass der Passagier wachsam bleibt, um jederzeit die Kontrolle wieder übernehmen zu können

Obwohl es stimmt, dass es für einige „semi-autonome“ Autos notwendig sein wird, dass der Passagier aufmerksam bleibt, um in bestimmten Verkehrssituationen die Kontrolle über das Fahrzeug wieder übernehmen zu können, wird dies nicht für voll autonome Fahrzeuge gelten. Diese Fahrzeuge, innerhalb der Branche als Level 5 autonome Fahrzeuge bezeichnet, werden alle Elemente menschlicher Fehler entfernen und dem Passagier ermöglichen, sich zurückzulehnen, sich zu entspannen und die Fahrt zu genießen. Experten erwarten, dass dies innerhalb der nächsten zehn Jahre Realität wird.

Dieser Grad an Sicherheit wird durch die Entwicklung von immer ausgefeilterer Fahrzeug-zu-Fahrzeug (V2V) Kommunikation unterstützt. Diese Technologie wird bedeuten, dass Autos mit anderen Autos sprechen und ständig Daten austauschen, die Zusammenstöße verhindern. Mit dem Wachstum des Internets der Dinge, werden Fahrzeuge schließlich mit Sensoren kommunizieren, die in Schilder, Ampeln und in die Straße selbst eingebracht sind (V2X-Kommunikation).

2. Selbstfahrende Autos werden nicht in ungünstigen Wetterbedingungen funktionieren

Ungünstiges Wetter stellt eine wesentliche Herausforderung für selbstfahrende Autos dar, weil sie ihre Fähigkeit, die Welt um sich herum zu erspüren, verlieren können, insbesondere andere sich bewegende Objekte in schwerem Schnee oder Regen. Das heißt, der Hauptteil der frühen Tests hat an Orten mit günstigen Wetterbedingungen stattgefunden, wie Kalifornien. Die anfängliche Lösung war, eine Wettervorhersagefunktion in den Autos zu entwickeln, so dass Fahrer vorausplanen konnten und es vermeiden, autonome Fahrzeuge unter Bedingungen mit schlechter Sicht zu nutzen. Allerdings beginnen Unternehmen bereits damit, Technologien zu entwickeln, die autonomen Fahrzeugen ermöglichen, unter allen Bedingungen sicher zu sein.

Google hat eine Software entwickelt, die es seinen Autos ermöglicht, die Schwere von Regen zu bestimmen und vorsichtiger zu fahren, wenn die Sicht schlecht ist. Sie bauen sogar die Fähigkeit ein, am Straßenrand anzuhalten, wenn ein Sturm schlimm genug wird. Anfang 2016 wurde Ford das erste Unternehmen, dass ein selbstfahrendes Auto im Schnee testete. Ihre Lösung war, dass das Auto hochaufgelöste 3D-Karten erstellte, während es in günstigem Wetter fuhr. Die Karten nehmen die Straßenmarkierungen, die Kurvenlinie der Straßen und Orientierungspunkte auf, die das Fahrzeug dann nutzen kann, um seinen Standort zu bestimmen, wenn das Wetter schlecht ist. Sobald der Standort bestimmt ist, kann das Auto der Karte folgen, um weiterzufahren.

3. Selbstfahrende Autos können einfach gehackt werden

Das Potenzial für das Hacking von Autos ist nicht auf autonome Fahrzeuge beschränkt. Heutzutage haben die meisten Autos computergestützte Elemente und viele haben eingebautes WLAN. Cyber-Sicherheit ist eine zunehmende Herausforderung. Wie Computerfirmen schon vor langer Zeit herausgefunden haben, ist die beste Verteidigung, es Forschern zu erlauben, Hacks zu versuchen, um potenzielle Gefahren aufzudecken und dann auf dieser Basis die Software zu verbessern. Das passierte letztes Jahr, als Forscher eine Schwäche im Jeep Cherokee System aufdeckten, das es Hackern ermöglichte, den Motor abzustellen, während das Auto in Bewegung war. Der Fehler wurde schnell korrigiert.

Auf eine Art sind fahrerlose Autos sicherer als traditionelle WLAN-unterstützte Autosysteme. Es ist sehr viel schwieriger für einen Hacker, das gesamte System zu übernehmen, betrachtet man die Komplexität dieser Systeme. Das autonome Autonetzwerk, dass es dem fahrerlosen Auto ermöglicht, Entscheidungen zu treffen, ist widerstandsfähiger gegenüber Angriffen, da das System nicht allein einem Sensor glauben wird, der völlig gegensätzliche Informationen zu allen anderen gibt. Ein potenzieller Hacker muss daher entweder jeden Sensor simultan fälschen, oder die Kontrolle über die zentrale Steuereinheit übernehmen. Betrachtet man die Schwierigkeit des zuvor gesagten, können Ingenieure sich darauf konzentrieren, die zentrale Steuereinheit zu schützen, was die Möglichkeiten effektiven Schutzes wesentlich erhöht.