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Social Innovation

Die Zukunft der städtischen Zugnetze

Machen Sie eine Reise durch Europa, um die neuesten Innovationen in den städtischen Schienennetzen zu entdecken

Im Zuge der fortschreitenden Stadtentwicklung müssen die U-Bahn-Netze innovative Wege finden, um die Effizienz zu steigern, ihre Reichweite zu erweitern und die Fahrgasterfahrungen zu verbessern.

Europäische Eisenbahn-Innovationen

Im Zuge der fortschreitenden Stadtentwicklung müssen die U-Bahn-Netze innovative Wege finden, um die Effizienz zu steigern, ihre Reichweite zu erweitern und die Fahrgasterfahrungen zu verbessern. Wie Sie unseren Beispielen entnehmen können, birgt die Komplexität moderner städtischer Umgebungen eine Vielzahl von Problemen, die durch bahnbrechende Technologien gelöst werden.

Paris

Der neue Verkehrsplan von Paris konzentriert sich auf die Schaffung neuer fahrerloser U-Bahn-Linien: der "Grand Paris Express" – eine Erweiterung der jahrhundertealten Pariser Métro um 25 Milliarden Dollar. Konfrontiert mit der Herausforderung, mehr Passagiere auf eine kontinuierliche und fließende Weise zu befördern, bietet das fahrerlose U-Bahn-System praktische Lösungen an: hohe Taktzeit, hohe Flexibilität (Anpassung der Betriebsfrequenz an die Echtzeitanforderungen), hohes Service-Niveau (24-Stunden-Service) und eine höhere kommerzielle Geschwindigkeit. Darüber hinaus reduzieren fahrerlose U-Bahn-Systeme die Betriebskosten erheblich (um bis zu 40%), was vor allem eine Personalflexibilität mit sich bringt. Dies bedeutet, dass die Preise für öffentliche Verkehrsmittel deutlich reduziert werden und diese für einen größeren Teil der Bevölkerung zugänglich sind.7

Moskau

Die Moskauer U-Bahn befördert nicht nur täglich über 2,5 Millionen Passagiere, sondern betreibt auch das weltweit größte WLAN-Netzwerk. Selbst in den tiefsten Tunneln können die Moskauer auf freies, schnelles WLAN zugreifen, und jüngste Tests lieferten einen tatsächlichen Ethernet-Durchsatz von 500 Mbit/s und setzen damit einen neuen Maßstab in der Branche. Während in einigen Städten WLAN auf Bahnhöfen verfügbar ist, ist Moskau, bevor es in den Tunneln dunkel wird, die erste Stadt in Europa, wo der Service für die gesamte Reise verfügbar ist.

Kopenhagen

Das fahrerlose U-Bahn-System von Kopenhagen wurde im Oktober 2002 in Betrieb genommen und seine 34 autonom fahrenden Züge fahren mit einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h, sodass die Fahrgäste während der Hauptverkehrszeiten nur zwei Minuten warten müssen und ein 24-Stunden-Service garantiert ist. Die Kopenhagener U-Bahn ist weiterhin führend bei der Innovation, indem sie in neue IoT-Technologien (Internet of Things = Internet der Dinge) investiert, mit denen die Zugfrequenz automatisch so angepasst wird, dass änderungen bei den Fahrgastzahlen berücksichtigt werden. Mit Hitachis IoT-Plattform „Lumada" werden in Kopenhagens U-Bahn die neuesten Fortschritte bei Datenmanagement- und Steuerungssystemen kombiniert, um eine Lösung zu schaffen, die die angebotenen Dienste verbessert.6

London

Glasfaserkabel wurden in die riesigen Betonwandpaneele der Halle in der Crossrail Liverpool Street Station eingebettet, so dass das Bauteam die Veränderungen der Belastungsbedingungen während drei wichtiger Bauphasen überwachen konnte – im Tunnel, in der Bahnhofshalle und im Grundaushub. Diese bahnbrechende Technik sammelte neue Daten über häufig verwendete Bautechniken mit dem Potenzial, das zukünftige Design zu verfeinern und zu verbessern und Einsparungen beim Material und bei den Kosten durch eine genauere Modellierung zu fördern.1

Rom

Die tiefen und schwierigen Grabungen der neuen U-Bahn-Linien Roms führten zum Bau von zwei "Museumsstationen", da Archäologen Seite an Seite mit Ingenieuren arbeiteten, nachdem mehr als 40.000 antike römische Artefakte ausgegraben worden waren.2 Die erste eröffnete Station, San Giovanni Station, wurde genial entworfen, um seine unterirdische Position auszunutzen und ein eindringliches Zeitmaschinenerlebnis für Reisende und Besucher mit den Artefakten zu schaffen, die in den weich beleuchteten, hinter Glas ausgestellten Verkleidungen im ganzen Bahnhof gezeigt werden. Auch bei Neubauten finden Städte innovative Wege, ihre Geschichte zu bewahren.3

Berlin

Die Deutsche Bahn (DB), der größte Eisenbahn- und Schieneninfrastrukturbetreiber Europas, setzt Drohnen ein, um gegen Graffiti-Sprayer-Banden vorzugehen. Die meterbreiten Drohnen, die jeweils 60.000 Euro kosten, können bis zu 80 Minuten mit einer Geschwindigkeit von 33 Meilen pro Stunde (ca. 53 km/h) fliegen, autonom arbeiten oder von einem menschlichen Bediener ferngesteuert werden. Die Motoren der Drohnen erzeugen wenig Lärm und sind daher ideal für die überwachung. Das Entfernen von Graffitis kostet der DB 7,6 Millionen Euro pro Jahr und es wird erhofft, dass diese Drohnen dabei helfen werden, diese jährlichen Kosten zu senken.4

Amsterdam

Wie seine Pendants in Deutschland setzt die niederländische Eisenbahngesellschaft ProRail Drohnen mit Infrarotsensoren ein, um die Weichenheizungssysteme auf ihren Gleisen zu überprüfen – wenn die Weichen eingefroren sind, dürfen sich Züge nicht auf der Strecke bewegen, was zu erheblichen Verzögerungen führt. Anhand der Bilder der Drohnen kann das Unternehmen sehen, ob die Weichenheizungen richtig funktionieren. Die manuelle Kontrolle der Schaltpunkte ist arbeitsintensiv und auch für die Mitarbeiter gefährlich, daher bieten die Drohnen eine Reihe von Vorteilen.5

Verweise:
London (1) - https://www-smartinfrastructure.eng.cam.ac.uk/what-we-do-and-why/focus-areas/sensors-data-collection/projects-and-deployments-case-studies/fibre-optic-sensing-innovations-on-crossrail
Rom (2) - https://www.thetimes.co.uk/article/museum-pieces-distract-roman-commuters-ssczv6z9m
Rom (3) - http://www.telegraph.co.uk/news/2017/05/05/rome-unveils-museum-metro-station-packed-hundreds-ancient-artifacts/
Berlin (4) - https://www.smartrailworld.com/how_drones_are_already-being-used-by-railways-around-the-world
Amsterdam (5) - https://www.researchgate.net/publication/309327224_Towards_Automated_Drone_Surveillance_in_Railways_State-of-the-Art_and_Future_Directions
Kopenhagen (6) - https://www.hitachi.eu/en/case-studies/city-wide-driverless-trains-denmark  
Paris (7) - https://www.wavestone.com/app/uploads/2017/04/driverless-metro-lines-world.pdf