Skip to main content

Hitachi

Social Innovation

Vier Tatsachen über die Zukunft der Fabrik

Was hält das vierte Zeitalter der Fertigung - bekannt als „Industrie 4.0“ - für uns bereit und wie fördert sie die Produktion?

‘Industrie 4.0’, die ‘vernetzte Fabrik’, das ‘Industrielle Internet der Dinge’: alle diese Begriffe beziehen sich auf eine Vision einer Zukunft, in der Produkte in einem System vernetzter Menschen, Anlagen und Maschinen hergestellt werden.

Regierungen, Wissenschaftler und Privatunternehmen versuchen alle, mit dieser Fertigungsrevolution zurechtzukommen, aber was sind die Tatsachen, die wir wissen?

Wer prägte den Begriff Industrie 4.0?

Der Begriff "Industrie 4.0" wurde zuerst in einem Strategiedokument der deutschen Regierung erwähnt, in dem die Informatisierung der Fertigung beworben wurde. Seitdem ist es ein Schlüsselbegriff für deutsche Industriestrategie geworden und ist auf der ganzen Welt weit verbreitet.

Der Gedanke hinter dem Namen war der, dass wir in ein viertes Zeitalter der Fertigung einsteigen. Das erste, im 18. Jahrhundert, war gekennzeichnet durch die Dampfmaschine und die Mechanisierung der menschlichen Arbeit. Das zweite, gegen Ende des 18. Jahrhunderts, brachte die Elektrifizierung der Produktion, während das dritte, in der Mitte des 20. Jahrhunderts, sich auf die Automatisierung konzentrierte. In diesem Sinn wird die Zusammenführung des physischen und des digitalen als natürlichen Fortschritt in diesen Zeitaltern angesehen, so wie Maschinen immer intelligenter werden und wesentlicher Teil des Prozesses.

Der Aufstieg der Roboter in der Fertigung

Experten sagen voraus, dass bis zum Jahr 2018, 1.3 Millionen Roboter in Fabriken genutzt werden. Global gesehen geht Südkorea voran in der industriellen Robotik, mit 437 installierten Robotern pro 100 Arbeitern. Einige Unternehmen haben bereits die nächste Stufe der Roboterproduktion erreicht. In diesem Jahr gab Adidas die Eröffnung seiner "Speedfactory" in Ansbach in Süddeutschland bekannt, in der Roboter 500.000 Paar Turnschuhe pro Jahr mit Hilfe von nur 160 menschlichen Mitarbeitern herstellen werden. Das Unternehmen glaubt, dass die neue Fabrik seine Produktionszeit von 18 Monaten vom Konzept bis ins Regal auf nur fünf Stunden reduzieren wird, da Verbraucher ihre maßgeschneiderten Bestellungen direkt an die Fabrik schicken.

Daten, Daten und noch mehr Daten

Die Menge an Daten in der Welt wächst exponentiell, und einige Experten rechnen damit, dass der gesamte Datenmarkt bis zum Jahr 2020 132 Mrd USD erreichen wird . Der Anstieg von intelligenten Fertigungsmaschinen hat dazu beigetragen, und einige Schätzungen gehen davon aus, dass Unternehmen im Vereinigten Königreich und weltweit über 900 Milliarden USD pro Jahr in intelligente Technologie investieren werden. Unternehmen, die Wege finden, Daten effizient zu erfassen und zu analysieren, werden in Zukunft einen bedeutenden Vorteil gewinnen.

Eine neue Dimension

3D-Drucken begann als Neuheit mit sehr wenigen industriellen Anwendungen. Aber mit der schnellen Verbesserung der Technologie haben industrielle Nutzer es angenommen. 3D-Drucken senkt die Kosten der Produktion von Kleinserienteilen im Vergleich zu traditioneller Bearbeitung und Formung. 3D-Drucken ist auch sehr effektiv bei der Produktion von komplizierten maßgeschneiderten Teilen, oft mit ungewöhnlichen Materialien, die mit anderen Methoden praktisch unmöglich herzustellen sind. Gemäß dem Wohlers Report 2015, einem führenden Report zu den Einblicken in 3D-Drucken, wird erwartet, dass die 3D-Druckindustrie zwischen 2014 und 2020 um mehr als 31 % pro Jahr wachsen wird, um schließlich über 21 Milliarden USD im weltweiten Gewinn zu erzielen.