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Interview - Maarten Pieters

Maarten Pieters ist Leiter der Abteilung für Co-Creation und People Insight bei Philips Lighting. Er ist dafür verantwortlich, den Prozess für kreative Kooperation im gesamten Unternehmen einzuführen. Im nachfolgenden Beitrag zeigt er Merkmale auf, die Unternehmen mit einem ausgezeichnetem ko-kreativen Ansatz verbinden und weist auf Veränderungen in der Denkweise hin, die erforderlich sind, um ein starkes Ökosystem zu fördern.

Wie definieren Sie Co-Creation und wie unterscheidet sie sich von einer einfachen Partnerschaft?

Bei Co-Creation geht es um die Relevanz für Ihre Kunden und Partner. Wenn Sie relevant bleiben wollen, müssen Sie eine möglichst enge Verbindung zu Ihrer Zielgruppe schaffen. Umfassende Co-Creation bringt alle beteiligten Akteure zusammen und räumt jedem einen wichtigen Platz ein. Besonders für B2B-Unternehmen ist es wichtig, im Auge zu behalten, dass die Wertschöpfungskette nicht mit dem Verkauf ihres Produkts endet, sondern noch einige Stufen weiter bis zu einem potenziellen Endnutzer reichen kann.

Was hält Unternehmen davon ab ein ko-kreatives Ökosystem aufzubauen, das alle Interessengruppen zusammenbringt?

Die beiden Hauptgründe liegen im Ego und in der Trägheit. Ego ist die Annahme, dass die Geschäftsleitung immer alles über das Produkt weiß und daher am Besten die Entscheidungen treffen kann, ohne die anderen Beteiligten einzubeziehen. Trägheit ist eine Variante davon: Anstatt anzunehmen, dass sie immer richtig liegen, gehen Firmen davon aus, dass Innovation ohne eine Beteiligung der anderen Akteure schneller realisierbar sei.

Co-Creation erfordert eine ganz andere Einstellung. Es bedeutet, Ihr Ego beiseite zu lassen, neue Perspektiven wahrzunehmen und Ihre Geschäftstätigkeit für neue Ideen zu öffnen.

Was zeichnet Ihrer Meinung nach einen modernen Co-Creator aus?

Eines der häufigsten Merkmale des modernen Co-Creators ist sein Bestreben, für alle am Projekt Beteiligten Mehrwert zu schöpfen. Alle sollen dazu gewinnen. Der moderne Co-Creator hat ein sehr gutes Verständnis für Methoden der Zusammenarbeit mit Interessenträgern und sucht aktiv nach neuen Wegen, um die Beziehungen zu verbessern.

Ein moderner Co-Creator ist in der Lage, Gruppen von Interessenträgern zu leiten und von A nach B zu führen. Das bedeutet, unter den Beteiligten das nötige Vertrauen für eine offene Äußerung von Meinungen und Sichtweisen zu schaffen. Auf dem Markt herrscht eindeutig noch die Vorstellung, dass Kunden und Verbraucher nicht wirklich wissen, was sie wollen, bis man es ihnen zeigt. Das ist Unsinn, und der moderne Co-Creator weiß das. Er kann die richtigen Fragen stellen und weiß, wie er die eingehenden Informationen und das Verhalten der verschiedenen Akteure zu interpretieren hat. Menschen zeigen immer, was sie wollen und was ihnen gefällt. Entscheidend ist zu lernen, dies zu erkennen.

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