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Social Innovation

Interview - Venkat Ramaswamy

Venkat Ramaswamy, Hallman Mitglied im Bereich Electronic Business und Professor für Marketing an der Ross School of Business der University of Michigan, ist anerkannter Vordenkerz um Thema Co-Creation und Autor von ‘The Power of Co-Creation: Build It With Them to Boost Growth, Productivity, and Profits” und von “The Co-Creation Paradigm”. Hier erklärt er, warum die Wahl der richtigen Technologieplattformen entscheidend ist für die Skalierung von Co-Creation und wie der ko-kreative Ansatz den Graben zwischen Business und Gemeinschaften überbrücken kann.

Q. Worin sehen Sie die größten Hindernisse für die vollständige Implementierung des ko-kreativen Ansatzes durch Unternehmen?

VR: Ich denke die Schwierigkeit liegt zum Teil darin, dass die Unternehmen noch keine ausgereifte Vorstellung des Potentials von Co-Creation haben. Solange Co-Creation nur als Taktik oder Ansatz gesehen wird, werden Unternehmen zögern, ihre Zeit und ihr Geld darein zu investieren. Dabei hat Co-Creation das Potential die gesamte Arbeitsweise einer Branche zu verändern. Ich sehe Parallelen zu historischen Wandlungen in Geschäftsabläufen. Einst wurde Qualität als etwas nicht Greifbares angesehen, doch sobald das Konzept gänzlich verstanden wurde, haben Unternehmen erarbeitet wie man Qualität bewertet und ganze Fachabteilungen für Qualitätskontrolle sind entstanden. Unternehmen haben Systemänderungen vorgenommen, um das Konzept Qualität anzugehen. Ich glaube, das Gleiche wird auch für Co-Creation eintreten und in der Tat machen einige Unternehmen schon Schritte in diese Richtung.

Q. Was sind die wichtigsten Herausforderungen bei der Skalierung von Co-Creation in den Unternehmen?

VR: Ohne die entsprechende Technologieplattform ist es extrem schwierig Co-Creation effizient umzusetzen. Um Ihre Co-Creation-Tätigkeit zu skalieren, müssen Sie mit Menschen über das Unternehmen hinaus zusammenarbeiten. In der heutigen digitalisierten Welt ist Technologie in dieser Hinsicht ganz klar ein Schlüsselelement. Jedoch wird heute das Geschäftsszenario für Investitionen in Technologien in vielen Fällen unter dem Gesichtspunkt der Produktivität und der Effizienzgesehen, anstatt nach Mitteln zu suchen die das Engagement stärken, was sicherlich eine Herausforderung darstellt.

Den Unternehmen wird heute allerdings immer mehr bewusst, dass Kollaborations-Tools wirklich dabei helfen können, Hauptakteure einzuschalten, an der Spitze der Problemlösungen zu bleiben, Probleme zu identifizieren bevor sie eintreten, und es sogar anderen Akteuren zu ermöglichen, diese Probleme hervorzuheben. In dieser Hinsicht finde ich, dass viele Unternehmen den Vorteilen dieser Plattformen gegenüber aufgeschlossener sind. Sie erkennen, dass sie ihnen helfen können, Probleme an der Schnittstelle von Geschäft und Gesellschaft viel effektiver zu lösen.

Q. Welche Rolle spielt für Sie Co-Creation im Bereich Social Innovation?

VR: Wenn die Hauptakteure in die Co-Creation-Methode mit eingebunden werden, nehmen die Unternehmen gesellschaftliche Fragen besser wahr, da mehr Stimmen zum Ausdruck kommen. Es könnte sich um Kunden handeln, die ihre persönlichen Vorstellungen von Produktenäußern, um eine NGO, die zu einem bestimmten Thema ihre Fachkenntnis teilt, oder um Bürger, die ihre Wünsche bezüglich eines Projektes ausdrücken. Wenn ich zum Beispiel vorhabe, ein neues Kraftwerk zu bauen, ist es entscheidend die Gemeinschaft in und um die geplante Entwicklungszone mit einzubeziehen. Ko-kreative Plattformen können diesen Akteuren eine Stimme verleihen und sie somit auf gewisse Art am Geschäftsprozess teilhaben lassen, wie es bis dato einfach nicht möglich war.

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