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Hitachi

Social Innovation

Interview - Greg Kinsey

Greg Kinsey, Vizepräsident der Hitachi Insight Group, spricht darüber, wie wichtig neue Perspektiven und neue Ideen für die Lösung komplexer Problemstellungen sind. Er meint, dass sich Unternehmen von lösungsorientierten Standardansätzen wegbewegen müssen. Stattdessen sollten sie eher auf kollaborative Partnerschaftsmodelle setzen, bei denen Ideen, Risiken und Ergebnisse geteilt werden, um Innovation und Produktdifferenzierung voranzutreiben.

Frage: Was fördert die heutige Nachfrage Ihrer Kunden nach kollaborativer Innovation?

GK: Lösungsorientierte Ansätze, bei denen mit Hilfe eines Standardprodukts oder -services ein bestimmtes Problem gelöst wird, haben sich im Geschäftsleben in den vergangenen zehn oder sogar zwanzig Jahren zunehmend durchgesetzt. Das Problem dieser Ansätze ist jedoch die Annahme, dass der Kunde sich über die Art und das Ausmaß der Herausforderung, vor der er steht, vollständig im Klaren ist. Tatsächlich können Kunden in der Welt von heute ihre Schwierigkeiten nicht immer richtig einschätzen. Es kann über das Ausmaß des Problems Unklarheit geben, und möglicherweise existieren verschiedene Wege zu seiner Lösung.

Dafür suchen unsere Kunden zunehmend einen Partner, der sich mit ihnen auf den Weg zum Kern ihres Problems begibt. Sie suchen mehr als einen Anbieter. Sie erwarten gemeinsame Innovation, gemeinsame Entwicklung und sogar gemeinsame Verantwortung für Ergebnisse und Risiken.

Frage: Welche Marktmechanismen treiben diese Nachfrage nach Differenzierung an?

GK: In jeder Branche, die Sie heute betrachten, finden Sie weniger als zehn Mitbewerber mit globaler Dimension. Aber wir bewegen uns auf eine Welt zu, in der Marktdefinitionen unscharf werden, in der kleine Unternehmen in der Lage sind, große herauszufordern, und in der Unternehmen gemeinsam auftreten, um ihr Angebot attraktiver zu machen. Es gibt viel mehr „Koopkonkurrenz“ zwischen direkten Mitbewerbern, die gemeinsam daran arbeiten, bestimmte Märkte zu erschließen. Vorreiter sind hier Unternehmen aus der Technologiebranche, gefolgt von der Lebensmittel- und Getränkebranche, und inzwischen möchte jeder ein Stück vom Kuchen abbekommen.

Frage: Welche Vorteile hat ein kollaborativeres, maßgeschneidertes Konzept?

GK: Unternehmen stehen vor zunehmend komplexeren Herausforderungen und oft gibt es mehrere Lösungswege. Eine der Herausforderungen, dies als einzelnes Unternehmen anzugehen, besteht darin, dass Sie zwangsläufig über ein begrenztes Ausmaß an Wissen und Erfahrung und damit auch über ein geringeres Spektrum an Ideen verfügen. Co-Creation setzt genau hier an. Durch die Einbeziehung anderer Unternehmen kommen neue Perspektiven hinzu: ein anderer Stil, andere Kompetenzen und Erfahrungen. Dadurch wird ein höherer Innovationsgrad geschaffen.

Eine weitere treibende Kraft ist die Produktdifferenzierung. Teil des Problems beim lösungsorientierten Vertrieb ist, dass es zu einer Konvergenz der Produkte und Technologien führt, die von Mitbewerbern übernommen werden. Innovation durch Co-Creation dagegen ermöglicht Unternehmen den Zugang zu einzigartigen Optionen. Standardlösungen stellen den kleinsten gemeinsamen Nenner dar. Ihre Einsatz reduziert das Produkt oder die Leistung, die Sie verkaufen wollen, auf den Status einer Ware. Kollaborative Innovation ist ein Weg, das zu umgehen - und eventuell sogar eine Möglichkeit, mit Partnern neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Die Zukunft
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