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Social Innovation

Die Automobilbranche ist in der Implementierung eines kollaborativen Innovationsansatzes weit voraus

Nach Wirtschaftszweig betrachtet gibt die Automobilbranche am häufigsten an, dass Co-Creation ihren Innovationsansatz von Grund auf verändert hat.

Dies ist wahrscheinlich keine große Überraschung, wenn man weiß, wie hoch die Kosten für den Entwurf und die Herstellung eines neuen Fahrzeuges sind. Aus diesem Grund sehen sich die Hersteller dazu verpflichtet, ihren Produkten bei der Markteinführung die bestmöglichen Erfolgschancen zu geben.

Die Ansicht von Longitude

Durch die Konvergenz einer Fülle von Transformationsfaktoren befindet sich die Automobilbranche mitten in einem radikalen Wandel. Vernetzte Autos verbreiten sich immer mehr und am Horizont der Automobilwelt zeichnet sich eindeutig eine fahrerlose Zukunft ab. Was die Automobilhersteller am meisten befürchten, ist, dass Autos allgemein nicht mehr als begehrtes Produkt begriffen werden könnten, sondern als eine Dienstleistung. Der Wunsch, weiterhin relevante und attraktive Produkte zu entwickeln, spornt die Automobilbranche an, sich Co-Creation zuzuwenden.

PRODUKTVERBESSERUNG

Bedeutende, fortschrittliche Automobilhersteller stützen ihre Prüfungen des Potentials neuer Produkte nicht mehr auf vereinfachende Marktanalysen oder Fokusgruppen. Stattdessen beschaffen sie sich Verbraucher-Feedback in der Entwurfsphase, um so sicherstellen zu können, dass ihre Produkte den Markterwartungen entsprechen oder sie sogar übertreffen und sie den Konkurrenten gegenüber einen Wettbewerbsvorsprung erzielen. BMW hat zum Beispiel ein „Co-Creation-Lab“1 entwickelt, eine virtuelle Gemeinschaft, in der Verbraucher Entwürfe bewerten, ihre eigenen Ideen einreichen und sich an der Entwicklung von Konzeptfahrzeugen beteiligen können. Dies bindet den Verbraucher von Anfang an und bis zur eventuellen Vollendung in den Entwurfsprozess ein und verstärkt somit ein echtes, persönliches Interesse am Endprodukt.

STAKEHOLDER ANSPRECHEN

Die Automobilbranche hat sich auch internen und externen Schlüsselakteuren wie Lieferern, Händlern und Angestellten zugewandt. Ford hat zum Beispiel 2005 sein „Aligned Business Framework” lanciert, um den Informationsaustausch mit Lieferanten bereits in den ersten Entwurfsphasen zu ermöglichen. Ziel war, Vertrauen, Transparenz und die Lieferketteneffizienz zu stärken und hat zu engeren Arbeitsbeziehungen, zu früherem Zugang zu innovativen, von Lieferanten stammenden Designfeatures2 und zu wesentlichen Kostenreduzierungen geführt. CSR Europe, das Unternehmensnetzwerk für Corporate Social Responsibility (dt.: Unternehmerische Sozialverantwortung), leitet eine Arbeitsgruppe zum Thema Nachhaltigkeit in der Lieferkette, die 12 europäische Automobilhersteller zusammenbringt, um die Nachhaltigkeit in ihren Lieferketten zu verstärken3. Auch wenn in der Automobilbranche noch weitere Fortschritte notwendig sind – überraschenderweise glauben nur 67 Prozent der an unserer Umfrage teilnehmenden Automobilfirmen, dass sie die richtige Unternehmenskultur für Co-Creation haben – , zeigt der Erfolg seiner bestehenden kollaborativen Projekte dennoch, dass Co-Creation für alle vorteilhaft sein kann.

LEHREN FÜR ANDERE BRANCHEN

Es bestehen zwar deutlich ein paar großartige Beispiele von Co-Creation quer durch Branchen wie Energie, Gesundheitswesen und Transport, doch müssen diese Branchen generell noch Fortschritte machen, um das Leistungsniveau der Automobilbranche zu erreichen. So geben 38 Prozent der Umfrageteilnehmer aus der Automobilbranche an, „oft“ oder „immer“ mit nicht-konkurrierenden Firmen ihrer Branche zusammenzuarbeiten. Dahingegen sagen dies nur 25 Prozent aus dem Energiesektor und dem Gesundheitswesen und nur 17 Prozent der Befragten aus dem Transportsektor. Durch industrielle Zusammenarbeit ist die Automobilbranche in Bezug auf die Festlegung gemeinsamer Standards sowie durch die Meisterung seiner größten Herausforderungen, wie fahrerlose Automatisierung und Kraftstoffeffizienz, weit vorangeschritten. Unternehmen aus den Gesundheits-, Energie- und Transportbranchen könnten hieraus lernen und so vergleichbare Fortschritte machen.

Die Zukunft
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